Blick übers Gelände des evangelischen Bildungszentrums
Eingang Birkeneck
Gospelwoche
Kirschblüte mit Blick aufs Haupthaus
Lagerfeuernacht beim Seminar mit Papa "on tour"

Falsche Diagnose

Pfropfschizophrenie

Pfropfschizophrenie ist eine akute Schizophrenie mit einer geistigen Behinderung. Vermutet wird diese Psychose bei Leuten mit Symptomen wie unerklärten Verhaltensstörungen (z.B. Ängstlichkeit, veränderte Schlafgewohnheiten, Aggressivität,…), sowie sich plötzlich veränderten, bereits vorhandenen Verhaltensauffälligkeiten.

Ursachen sind wahrscheinlich die Vererbung von Krankheiten und chromosomen-besonderheiten oder die Schädigung des Embryos während der Schwangerschaft.

Bei Agnes Timme wurde fälschlicherweise eine akute Pfropfschizophrenie diagnostiziert, da sie entsprechende Verhaltensauffälligkeiten zeigte. Sie hatte zum Beispiel schwarze Finger gesehen und hatte geschrien und verwirrt geredet.

Behandlung

Entweder Medikamente oder eine Therapie:
• Psychotherapie
• Soziotherapie (Betreuung der Patienten)
• Familientherapie (Aufklärung der Angehörigen)
• Dauerhafte ärztliche Behandlung

Die meisten Patienten bekommen die Medikamente aus der Gruppe Neuroleptika (eine Gruppe von Medikamenten, die häufig für Schizophrenie eingesetzt werden). Experten sagen, dass eine frühe Behandlung besser sei, jedoch wird die Krankheit erst später entdeckt.

Quellen: apotheken-umschau.de, wikepedia.de, schizophrenie.hexal.de

Postnatale Psychose

Eine postnatale Psychose ist eine seltene Erkrankung, die nur ca. drei von 1000 Mütter betrifft. Meistens taucht diese Krankheit innerhalb von drei Tagen nach der Geburt auf oder sie kommt von einer unbehandelten Depression. In der Regel gibt es immer mehrere Ursachen, die für die postnatale Psychose verantwortlich sind. Es kann ein Wendepunkt im Leben sein, wie die Geburt eines Kindes, die eine enorme Anpassungsleistung ist. Die Symptome können ganz unterschiedlich sein, eine starke Persönlichkeitsveränderung, ein Realitätsverlust, Wahnvorstellungen oder eine Antriebssteigerung beziehungsweise Antriebslosigkeit. Betroffene sind oft unruhig, verwirrt oder ängstlich. Sie befinden sich oft in einer Fantasie-Welt, wo sie Dinge wahrnehmen, irreale Gefühle haben oder sich zu rituellen Handlungen gezwungen fühlen. Es kommt teilweise zu Glücksgefühlen, die von dem einen Moment auf den anderen komplett wieder weg sein können. Die Mütter verlieren teilweise das Gefühl für die Identität von dem Kind und neigen dazu, ihr Kind für einen Dämon oder Christus zu halten. Sie bekommen Tötungsfantasien und Zwangsvorstellungen.
Postnatale Psychosen sollten schnellstmöglich professionell behandelt werden.

Quelle: Wikipedia.de

Postnatale Psychose bei Agnes Timme

Agnes Timme hatte eine postnatale Psychose. Diese Krankheit wurde durch die Geburt ihres vierten Kindes ausgelöst. Sie verhielt sich eigenartig, woraufhin sie in das AKH Celle eingewiesen wurde.

Ihr Verhalten wird auf dem Charakteristik-Bogen, den die aufnehmenden Ärzte in Lüneburg erstellten, wie folgt beschrieben: (Original siehe Foto)

>>Angaben des Ehemanns. Seine Frau sei früher immer gesund gewesen. Sei immer etwas schwerhörig infolge einer doppelseitigen Ohreiterung in der Jugend. Bracht 4 gesunde Kinder, bei der 1. […] war keine Komplikationen. Letzter P[…] am 4.7. des J., 14 Tage nach der Geburt plötzlich Meinungsverschiedenheit mit einer Flurnachbarin, heftige Zankerei aber keine Tätlichkeiten. War am darauffolgenden Tag sehr schreckhaft. Sobald Ref. [der Ehemann, Anm. d. Verf.] in der Tür erschien, zuckte seine Frau zusammen, schrei einige Male auf. In den folgenden Nächten starke Unruhe, sah einen Geist, ferner eine alte Frau die ihr und den Kindern was antun wollte. Ein andermal sprach Patientin davon, dass eine Frau mit „langen schwarzen Fingern“ nach ihr griffe. Wurde dann sehr unartig, warf mit dem Bettzeug, machte eigenartige, sinnlose Gesten, Schreie auf. A[…]tagsüber allerlei unsinnige Handlungen, warf z.B. sämtliche Wäschestück aus dem Schrank, hielt dauernd eine Schürze vor sich hin und sprach stereotyp: „Hat die Schürze schuld oder hat die Frau schuld?“ Rededrang, Verwirrtheit, Unruhe deshalb nach hier. Angeblich keine Erbkrankheiten in der Familie, dort weiß Ref. objektiv nicht Näheres über die Sippe seiner Frau zu berichten.<<