Blick übers Gelände des evangelischen Bildungszentrums
Eingang Birkeneck
Gospelwoche
Kirschblüte mit Blick aufs Haupthaus
Lagerfeuernacht beim Seminar mit Papa "on tour"

Zur Konzeption der Villigster Trainings

Vier Stichpunkte zur Konzeption der Villigster Trainings

Nicht verbieten, sondern ausprobieren

• Kinder haben ein Recht, ihre (irrigen) Gedanken, Gefühle, Impulse zu haben.
  Wir sollen ihnen das nicht absprechen. 
• Das Thema ist im Raum, ob wir es verbieten, verurteilen und verschweigen
  oder nicht.
• Erst so, indem wir den eigenen Gewaltanteilen der Schüler einen gewissen
  Artikulationsraum geben, lassen sich diese Punkte thematisieren und
  bearbeiten.
• Und: Nicht alles, was nach Gewalt aussieht, ist auch Gewalt !!!

Nicht theoretisch beschreiben, sondern praktisch erleben

• Körperbetonte, handlungsorientierte Übungen, Spiele und Experimente als
  Ausgangspunkt für Erkenntnisse (Erkenntnisse, die durch den Leib gehen)
• Ein umgekehrtes Vorgehen würde zu leicht die eigene Person außen vor
  lassen. (Gewalt ist ein Thema emotionalen Lernens und bedeutet
  Selbsterfahrung in Beziehungen, in Interaktionen.)
• Erfahren, begreifen und verstehen, was Wert hat, als Regel taugt und deshalb
  für alle gelten soll – Erfahrungen selber machen. Erfahrungen können nur
  selten stellvertretend gemacht werden.
• Pädagogische Chance: situatives Aufgreifen vorhandener (schwelender)
  Konflikte „hier und jetzt“.

Spielerisches Handeln in der Gruppe im geschützten Raum

• Es soll Spaß machen, es soll fetzen. Es soll kein Leistungsdruck herrschen. Es
  soll eine gelöste Lockerheit überwiegen, in der es leichter fällt, sich zu
  positionieren und etwas von sich preiszugeben, was evtl. nicht normkontrolliert
  ist.
• Abbau von Hemmungen

Verschiedene Handlungsstrategien und deren Wirkungen erfahren

• Unterschiedliche Wahrnehmungen gegenüberstellen, Polyperspektivität auch
  in den Wertungen, den Gefühlen – um Konfrontation zu ermöglichen, um
  empathischer zu werden.
• Z.B. im szenischen Spiel: ausprobieren, ob es das bringt, in
  Konfliktsituationen auch mal anders zu agieren – ggf. sogar Erweiterung des
  eigenen Handlungsrepertoires; dabei Probehandeln in der simulierten
  Situation: Wenn es schief geht, ist es nicht schlimm.